Wenn der Schuh nicht passt, läuft gar nichts

Du läufst regelmäßig, spürst den Rhythmus, atmest den Asphalt – und trotzdem ziept es plötzlich im Knie oder drückt im Fußgewölbe? Willkommen im Club. Viele Läufer:innen merken irgendwann: Der perfekte Laufschuh ist nicht immer die perfekte Lösung.

Wir reden ständig über Dämpfung, Sprengung und Pronationsstütze. Klar, der Markt ist riesig und jeder Hersteller verspricht den idealen Schuh für deinen Laufstil. Doch was, wenn dein Fuß ganz eigene Vorstellungen hat? Wenn dein Körper nach mehr verlangt als nach einer Einlegesohle von der Stange?

Hier kommen sie ins Spiel: Einlagen. Für manche sind sie ein Lifestyle-Gadget, für andere medizinische Notwendigkeit. Und dazwischen liegt eine faszinierende Grauzone voller Mythen, Missverständnisse – und echter Chancen auf ein besseres, gesünderes Laufgefühl.

In diesem Artikel schauen wir uns an, wer Laufschuh-Einlagen wirklich braucht, was sie leisten können – und warum du dich nicht einfach blind auf Empfehlungen verlassen solltest. Egal ob Hobbyläufer:in oder Marathonjunkie: Wenn du ernsthaft läufst, solltest du deinen Füßen zuhören. Sie wissen oft mehr als du denkst.

Warum der perfekte Laufschuh oft nicht genug ist

Die Anatomie deines Fußes – individuell wie dein Laufstil

Deine Füße sind so einzigartig wie dein Laufstil. Und genau das macht es kompliziert. Der eine hat einen Hohlfuß, der andere einen Senkfuß. Manche pronieren leicht, andere überpronieren stark. Die meisten wissen das gar nicht – und laufen trotzdem drauflos, als wären alle Füße gleich gebaut.

Normale Fußstellung, Supination und Pronation im Vergleich

Doch genau hier beginnt das Problem. Ein Standard-Laufschuh ist wie ein guter Kompromiss – er muss für möglichst viele funktionieren. Aber was, wenn deine Fußform einfach nicht ins Schema passt?

Dein Fußgewölbe, deine Achse, dein Abrollverhalten – all das beeinflusst, wie du den Boden berührst und wie sich die Kräfte durch deinen Körper ziehen. Wenn das nicht sauber funktioniert, kann’s schnell unangenehm werden.

Typische Beschwerden durch falsche Belastung

  • Knieprobleme – besonders an der Außenseite (Läuferknie)
  • Achillessehnenreizung – durch ständiges Ziehen an der Ferse
  • Plantarfasziitis – stechender Schmerz unter der Fußsohle
  • Verspannungen im unteren Rücken – wegen fehlender Stabilität beim Auftritt

Wenn du dich in einem dieser Punkte wiedererkennst, dann lohnt es sich, über Einlagen nachzudenken. Nicht als Wundermittel – sondern als Teil eines Systems, das auf deinen Körper abgestimmt ist.

Einlagen im Laufschuh: Wer braucht sie – und warum?

Die häufigsten Gründe für Einlagen

Einlagen sind mehr als nur ein Polster für den Fuß. Richtig eingesetzt, können sie dein Laufverhalten verbessern, Beschwerden reduzieren und sogar deine Leistungsfähigkeit steigern. Aber wann genau machen sie Sinn?

  • Korrektur von Fußfehlstellungen wie Senkfuß, Plattfuß oder Hohlfuß
  • Stabilisierung bei muskulären Dysbalancen oder schwacher Sprunggelenksführung
  • Entlastung bei Überlastungsschmerzen, z. B. an der Ferse oder Mittelfuß
  • Vorbeugung bei hohem Laufpensum oder einseitiger Belastung (z. B. durch harte Untergründe oder lange Distanzen)

Wichtig: Nicht jeder, der mal Fußschmerzen hat, braucht sofort eine Einlage. Und nicht jede Einlage bringt automatisch eine Verbesserung. Entscheidend ist die individuelle Analyse – idealerweise durch Expert:innen, die wissen, worauf es ankommt.

Senkfuß, Hohlfuß und normale Fußstellung im Vergleich

Expertinnen-Meinung von Dr. Sonja Mühlberg

Einlagen sind kein Freifahrtschein – sie müssen individuell angepasst werden und gehören immer in ein ganzheitliches Laufkonzept. Wer einfach nur ein Modell aus dem Regal nimmt, riskiert mehr Schaden als Nutzen.“

Dr. Mühlberg ist Sportmedizinerin und betreut sowohl Freizeitläufer:innen als auch ambitionierte Athlet:innen. Ihre Erfahrung zeigt: Einlagen wirken nur im Zusammenspiel mit dem richtigen Schuh, gezieltem Training und achtsamem Körpergefühl.

Individuell oder von der Stange? Was wirklich hilft

Arten von Einlagen im Überblick

Einlage ist nicht gleich Einlage. Je nach Bedarf, Laufstil und Fußstruktur gibt es verschiedene Varianten – von günstigen Komfortlösungen bis hin zu hochpräzisen Maßanfertigungen. Hier ein Überblick:

  • Weiche Komforteinlagen: Meist aus Gel, EVA-Schaum oder Memory Foam. Sie bieten Dämpfung, aber kaum strukturelle Unterstützung. Eher geeignet für kurze Distanzen oder Gelegenheitsläufer:innen.
  • Orthopädische Einlagen: Maßgefertigt vom Orthopäden oder Sanitätshaus. Sie korrigieren gezielt Fehlstellungen und werden individuell an deinen Fuß angepasst – oft mit dynamischer Laufanalyse im Vorfeld.
  • Sporteinlagen: Entwickelt für Läufer:innen, die viel trainieren. Sie kombinieren Stabilität mit Flexibilität und sind auf dynamische Bewegungsabläufe abgestimmt. Häufig im Einsatz bei Marathonläufer:innen oder im Trailrunning.

Worauf du achten solltest

Egal ob individuell oder nicht – die beste Einlage bringt dir nichts, wenn sie nicht zu dir passt. Achte auf folgende Punkte:

  • Material & Dämpfung: Je nach Laufstil und Körpergewicht brauchst du mehr oder weniger Federung.
  • Passform im Schuh: Eine Einlage darf im Laufschuh nicht verrutschen oder drücken.
  • Atmungsaktivität: Besonders bei längeren Läufen wichtig, um Feuchtigkeit und Hitze zu regulieren.
  • Gewicht & Flexibilität: Eine zu schwere oder zu steife Einlage kann deinen natürlichen Bewegungsablauf stören.

Unser Fazit an dieser Stelle: Gute Einlagen erkennt man nicht am Preis, sondern an der Passung. Und die hängt – Überraschung – von deinem Körper ab. Lass dich also nicht von Werbeversprechen blenden, sondern such dir jemanden, der weiß, wie dein Fuß funktioniert.

So findest du die richtige Einlage für deinen Laufstil

Schritt-für-Schritt zur perfekten Einlage

Die Suche nach der passenden Einlage ist kein Glücksspiel, sondern ein Prozess. Und wie bei einem guten Trainingsplan lohnt sich die genaue Herangehensweise. So gehst du am besten vor:

  1. Laufanalyse: Starte mit einer professionellen Bewegungsanalyse – am besten auf dem Laufband und mit Videoauswertung. Hier zeigt sich, wie dein Abrollverhalten wirklich aussieht.
  2. Fußtyp bestimmen: Lass prüfen, ob du einen Senkfuß, Hohlfuß oder neutralen Fuß hast – wichtig für die richtige Unterstützungsstruktur der Einlage.
  3. Testlauf mit Einlagen: Seriöse Fachhändler oder Orthopäden lassen dich verschiedene Modelle testen. Hör dabei genau auf dein Körpergefühl – nicht jede Einlage, die stabil wirkt, läuft sich auch angenehm.
  4. Rücksprache mit Fachleuten: Wenn du bereits Beschwerden hast oder nach längeren Distanzen Probleme auftreten, solltest du deine Einlagen mit einem Orthopäden oder Sportmediziner abstimmen.

Extra-Tipp: Bring deine aktuellen Laufschuhe zur Analyse mit. Nur so kann überprüft werden, wie Schuh und Einlage zusammenarbeiten – oder sich gegenseitig behindern.

Produkttipp: CURREX RunPro – Einlage mit System

Wenn du auf der Suche nach einer Einlage mit echtem Mehrwert bist, dann solltest du dir die CURREX RunPro genauer ansehen. Sie wurde von einem Team aus Sportwissenschaftlern und Medizinern entwickelt – mit dem Ziel, Fußgesundheit, Leistungsfähigkeit und Verletzungsprävention zu vereinen. Kein Wunder also, dass sie inzwischen über 1,5 Millionen Läufer:innen begeistert.

Was macht die RunPro besonders?

  • Fersendämpfung zur Stoßreduktion beim Aufkommen – ideal bei Fersenschmerzen oder Plattfüßen
  • ProPo+ Rückstoßpad unter dem Ballen – für spürbar mehr Kraftübertragung beim Abstoß
  • Dynamische DAT-Mittelfußbrücke (Dynamic Arch Technology) – unterstützt, stabilisiert und aktiviert deine Muskulatur
  • Testsieger bei der Komfort-Studie der Deutschen Sporthochschule Köln

Die RunPro gibt es in drei Varianten – je nachdem, wie dein Fußgewölbe und deine Beinachse aufgebaut sind. Das ist wichtig, denn nur so passt sich die Einlage wirklich deinem Körper an.

Welche RunPro passt zu dir?

  • RunPro HIGH – für Hohlfuß oder Normalfuß mit O-Beinen oder gerader Beinachse
  • RunPro MED – für Hohlfuß oder Normalfuß mit X-Beinen sowie Senkfuß mit O-/geraden Beinen
  • RunPro LOW – für Senkfuß oder Flachfuß mit X-Beinen oder gerader Achse

Currex RunPro Sohle Tabelle

Für die Wahl deiner Variante empfiehlt sich eine individuelle Laufanalyse – oder du nutzt den Onlineberater von Currex, der dir mit wenigen Fragen zu deiner passenden Version verhilft.

Die Materialzusammensetzung (u. a. Baumwolle, Polyacryl, Polyamid) sorgt für hohen Tragekomfort, Atmungsaktivität und lange Haltbarkeit – ganz egal, ob du ambitioniert läufst oder einfach nur schmerzfrei durch den Park joggen willst.

Unser Fazit: Die CURREX RunPro ist kein Allheilmittel – aber eine der besten Laufschuhe-Einlagen auf dem Markt, wenn du Wert auf individuelle Passform, Performance und Verletzungsprophylaxe legst.

Einlagen & Lauftraining: Worauf du achten solltest

Eingewöhnung ist Pflicht

Auch wenn es sich anfangs vielleicht komisch anfühlt: Einlagen brauchen Zeit. Dein Fuß muss sich an die neue Unterstützung gewöhnen – genauso wie deine Muskulatur, Sehnen und Gelenke. Ein zu schneller Einstieg kann mehr schaden als helfen.

Deshalb gilt: Starte langsam. Erst ein paar Schritte im Alltag, dann lockere Walking-Einheiten, bevor du richtig losläufst. Und hör auf deinen Körper – besonders am Anfang.

Do’s & Don’ts beim Training mit Einlagen

  • ✅ Langsam steigern: Gib deinem Körper Zeit zur Anpassung, besonders in den ersten Wochen.
  • ✅ Regelmäßige Kontrolle: Fußform und Laufverhalten können sich verändern. Lass deine Einlagen regelmäßig überprüfen – vor allem, wenn du das Training intensivierst.
  • ❌ Nicht einfach auf andere Schuhe übertragen: Eine Einlage passt nicht automatisch in jeden Schuh. Jeder Laufschuh hat andere Eigenschaften, die mit der Einlage harmonieren oder kollidieren können.
  • ❌ Keine Selbstdiagnose: Schmerzen trotz Einlage? Dann ab zur Fachperson. Selber herumprobieren kann kontraproduktiv sein – vor allem bei chronischen Beschwerden.

Denke daran: Einlage + Training + Aufmerksamkeit ist das Erfolgsrezept. Nur wenn du alle drei Bausteine zusammensetzt, läufst du langfristig schmerzfrei und effizient.

Fazit: Dein Lauf beginnt bei den Füßen

Einlagen sind kein Modeaccessoire – sie sind ein Werkzeug. Und wie bei jedem guten Werkzeug zählt, wie du es einsetzt. Wer mit dem richtigen Maß an Verstand, Beratung und Körpergefühl an die Sache rangeht, kann damit große Veränderungen bewirken – zum Positiven.

Ob du deine Laufleistung steigern willst, endlich schmerzfrei trainieren oder einfach das gute Gefühl von Stabilität beim Laufen genießen möchtest: Deine Füße verdienen Aufmerksamkeit. Sie tragen dich Kilometer für Kilometer – und mit der passenden Einlage laufen sie oft leichter, stabiler und länger.

Unser Tipp: Lass dich nicht verunsichern. Nicht jeder braucht eine Einlage – aber wenn du das Gefühl hast, dass da „unten“ etwas nicht rund läuft, dann lohnt es sich, genauer hinzusehen. Oder wie Dr. Sonja Mühlberg sagt:

Gesundes Laufen beginnt mit dem richtigen Fundament. Und das ist bei jedem Menschen anders. Hör auf deinen Körper – und lauf ihm nicht davon.“

In diesem Sinne: Happy Running!

 

Fotos: CURREX PR

Quellen:

Del Duchetto, F., Dussault-Picard, C., Gagnon, M. et al. Can Foot Orthoses Benefit Symptomatic Runners? Mechanistic and Clinical Insights Through a Scoping Review. Sports Med – Open 10, 108 (2024). https://doi.org/10.1186/s40798-024-00774-w

Fortune AE, Sims JMG, Ampat G. Does orthotics use improve comfort, speed, and injury rate during running? A randomised control trial. World J Orthop. 2023 May 18;14(5):348-361. doi: 10.5312/wjo.v14.i5.348. PMID: 37304196; PMCID: PMC10251264.

Meng, Yao & Yang, Li & Jiang, Xinyan & Wu, Andy & Gu, Yaodong. (2020). The Effectiveness of Personalized Custom Insoles on Foot Loading Redistribution during Walking and Running. Journal of Biomimetics, Biomaterials and Biomedical Engineering. 44. 1-8. 10.4028/www.scientific.net/JBBBE.44.1.

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