Wir haben im RUN-MAG-Team sechs Laufuhren im Training genutzt: Garmin Forerunner 165, Polar Pacer Pro, Coros Pace 3, Suunto Race, Apple Watch und Amazfit Bip 6. Hier liest du, was uns an jeder Uhr überzeugt und was uns genervt hat, und für wen sie sich eignet.
Stand September 2026: Für vier der sechs Uhren gibt es inzwischen Nachfolger. Unsere Eindrücke beziehen sich auf die getesteten Modelle. Was die neuen Versionen anders machen, steht jeweils direkt dabei, damit du nicht versehentlich ein Auslaufmodell kaufst oder unnötig mehr ausgibst.
- Für Einsteiger: Garmin Forerunner 165. Top-Display, leicht, starke Laufgrundfunktionen. Der Nachfolger Forerunner 170 bringt die Trainingsauswertung mit, die uns beim 165 gefehlt hat.
- Preis-Leistung und Akku: Coros Pace 3. Rund 30 Gramm, Mehrband-GPS, bis zu 24 Tage Akku. Der Nachfolger Pace 4 hat ein AMOLED-Display.
- Trainings- und Erholungsanalyse: Polar Pacer Pro, wenn dich das eher dunkle Display nicht stört.
- Display, Karten und Trail: Suunto Race mit kostenlosen Offline-Topokarten.
- Bester Allrounder für Alltag und Sport: Apple Watch, wenn du ein iPhone hast.
- Für den kleinen Geldbeutel: Amazfit Bip 6 für rund 80 Euro.
Die sechs Laufuhren im Vergleich
| Modell | Akku Alltag / mit GPS | Stärke | Schwäche | Nachfolger |
|---|---|---|---|---|
| Garmin Forerunner 165 | 11 Tage / 19 Std. | Display, Bedienung, Preis | keine Trainingsbereitschaft, nur Einband-GPS | Forerunner 170 (Mai 2026) |
| Polar Pacer Pro | 7 Tage / 35 Std. | Trainings- und Erholungsanalyse | dunkles Display, träge | bisher keiner |
| Coros Pace 3 | 24 Tage / 38 Std. | Akku, Gewicht, Mehrband-GPS | schlichtes Display, wenig Smartwatch | Pace 4 (Nov. 2025) |
| Suunto Race | 26 Tage / 40 Std. | AMOLED-Display, Offline-Karten | träge Menüs, Ruhepuls ungenau | Race 2 (Sept. 2025) |
| Apple Watch Series 10 | 18 Std. (36 Std. Stromsparen) | kann alles, auch im Alltag | Akku bei langer GPS-Nutzung, nur mit iPhone | Series 12 (ab 18.09.2026) |
| Amazfit Bip 6 | 14 Tage / 32 Std. | Preis, Display, Offline-Karten | fürs ambitionierte Training zu einfach | aktuell |
Akkuangaben laut Hersteller. Im Alltag hängen sie stark von Displayeinstellungen, GPS-Modus und Musik ab.
Die Laufuhren im Test
Garmin Forerunner 165: Die solide Einstiegs-Garmin

Die Forerunner 165 hat uns vor allem mit ihrem Display begeistert. Das AMOLED-Display ist hell und scharf und auch in der Sonne gut ablesbar. Mit 39 Gramm trägt sie sich angenehm leicht, und die Laufgrundfunktionen wie Tempo, Distanz, Puls, Intervalle und Trainingsvorschläge sitzen. Für den Preis ist das eine starke Uhr.
Genervt hat uns, dass Garmin einige Software-Funktionen künstlich streicht, die die Uhr technisch könnte. Am deutlichsten fällt das bei der Trainingsbereitschaft auf, die es erst in teureren Modellen gibt. Außerdem nutzt die 165 nur Einband-GPS. In Häuserschluchten oder im dichten Wald ist Mehrband-GPS etwas genauer.
- Gut: brillantes AMOLED-Display, geringes Gewicht, starke Laufgrundfunktionen, fairer Preis
- Weniger gut: keine Trainingsbereitschaft, kein Trainingsstatus, nur Einband-GPS
- Gut für: Einsteiger und Hobbyläufer, die eine unkomplizierte, gut ablesbare Laufuhr wollen
Nachfolger Forerunner 170 (Mai 2026): Garmin hat genau unseren Hauptkritikpunkt behoben. Die 170 hat Trainingsbereitschaft, Trainingsstatus und Trainingsbelastung, dazu ein Gyroskop und zusätzliche Coaching-Funktionen. Der Akku liegt laut Garmin bei bis zu 10 Tagen im Alltag und 20 Stunden mit GPS. Wenn dir diese Auswertungen wichtig sind, greif zur 170. Wenn nicht, ist die 165 als Auslaufmodell oft günstiger zu haben.
Polar Pacer Pro: Leicht und stark in der Trainingsanalyse

Die Pacer Pro ist eine schnörkellose, federleichte Laufuhr. Ihre Stärke liegt in der Auswertung: Polar zeigt sehr verständlich, wie stark dich ein Training belastet hat und wie gut du dich über Nacht erholst (Training Load Pro und Nightly Recharge). Wer strukturiert trainiert und wissen will, wann eine harte Einheit sinnvoll ist, bekommt hier viel Substanz. Dazu kommen Barometer, Laufleistung am Handgelenk und bis zu 35 Stunden GPS.
Genervt haben uns das eher dunkle, kontrastarme Display und die trägen Reaktionszeiten. Wer AMOLED von Garmin, Suunto oder Apple kennt, empfindet die Pacer Pro im Vergleich als altmodisch.
- Gut: sehr leicht, exzellente Trainings- und Erholungsanalyse, langer GPS-Akku
- Weniger gut: dunkles, kontrastarmes Display, träge Bedienung
- Gut für: Läuferinnen und Läufer, die nach Plan trainieren und Wert auf Belastungssteuerung legen
Nachfolger: Einen direkten Nachfolger der Pacer Pro gibt es bisher nicht. Polar hat zuletzt vor allem Outdoor-Modelle wie die Grit X2 vorgestellt.
Coros Pace 3: Der Preis-Leistungs-Tipp mit Riesenakku

Die Pace 3 ist für uns das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Test. Mit Nylonarmband wiegt sie nur rund 30 Gramm, der Akku hält laut Coros bis zu 24 Tage im Alltag und bis zu 38 Stunden mit GPS. Das volle Mehrband-GPS ist in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit. Du merkst die Uhr beim Laufen kaum, und ans Laden denkst du fast nie.
Genervt haben uns das schlichte Memory-in-Pixel-Display und die eher spartanischen Smartwatch-Funktionen im Alltag. Die Pace 3 ist eine Sportuhr, kein Smartwatch-Ersatz.
- Gut: überragender Akku, extrem leicht, Mehrband-GPS, sehr fairer Preis
- Weniger gut: schlichtes MIP-Display, wenig Smartwatch-Funktionen
- Gut für: ambitionierte Läufer und Marathon-Vorbereitung mit langen Einheiten
Nachfolger Pace 4 (November 2025): Coros hat das Display auf AMOLED umgestellt. Das war unser größter Kritikpunkt. Außerdem gibt es ein Mikrofon für Sprachnotizen, einen überarbeiteten Pulssensor und neue Lauftests und Wettkampfprognosen. Der Akku hält laut Coros bis zu 19 Tage im Alltag und bis zu 41 Stunden mit GPS.
Suunto Race: Schönes Display und Karten für Trail und Tour

Die Suunto Race besticht durch ihr großes AMOLED-Display und ihr edles Design. Für Trailläufer und Wanderer sind die kostenlosen Offline-Topokarten ein echtes Argument, denn die gibt es bei vielen Konkurrenten erst in deutlich teureren Modellen. Mit bis zu 26 Tagen im Alltag und bis zu 40 Stunden mit Mehrband-GPS hält sie außerdem sehr lange durch.
Genervt haben uns die teilweise träge Menübedienung und die schwachen Smartwatch-Funktionen im Alltag. Die Ruhepulsmessung war in unserem Test ungenau.
- Gut: wunderschönes AMOLED-Display, edles Design, kostenlose Offline-Topokarten, starker Akku
- Weniger gut: träge Menüs, schwache Alltagsfunktionen, ungenaue Ruhepulsmessung
- Gut für: Trailrunning, lange Läufe im Gelände, Outdoor-Fans
Nachfolger Race 2 (September 2025): größeres 1,5-Zoll-AMOLED-Display, dünneres Gehäuse, schnellerer Prozessor und ein überarbeiteter Pulssensor. Laut Suunto hält der Akku bis zu 18 Tage im Alltag und bis zu 55 Stunden mit GPS. Der schnellere Prozessor dürfte die trägen Menüs entschärfen. In ersten Tests anderer Magazine wird die Pulsmessung beim Sport aber weiterhin als Schwachstelle genannt.
Apple Watch: Der Allrounder für Alltag und Training

Die Apple Watch ist keine reine Laufuhr, und genau das ist ihre Stärke. Sie trackt Läufe mit GPS, Puls, Tempo und Trittfrequenz, zeigt Trainingszonen, und über Apps wie Strava, Runna oder Nike Run Club lässt sie sich zur vollwertigen Trainingsuhr ausbauen. Gleichzeitig ersetzt sie im Alltag Benachrichtigungen, Bezahlen, Musik und vieles mehr.
Der Haken ist der Akku. Die Series 10 kommt laut Apple auf bis zu 18 Stunden bei normaler Nutzung, mit Stromsparmodus auf bis zu 36 Stunden. Für einen Marathon reicht das locker, für Ultraläufe oder mehrtägige Touren nicht. Außerdem nutzt die Series 10 nur Einband-GPS, und die Uhr funktioniert nur mit einem iPhone.
Aus der Redaktion: Meine Uhr ist die Apple Watch Series 10
Ich trage selbst eine Apple Watch Series 10 und bleibe dabei, weil sie für mich der beste Allrounder ist. Sie kann einfach alles, beim Laufen genauso wie im Alltag. Wer ernsthaft auf Wettkämpfe hin trainiert, ist mit einer Garmin wahrscheinlich besser bedient. Den einzigen echten Schwachpunkt habe ich beim Golfen gemerkt: Mit einer Entfernungs-App wie der TAG Heuer Golf App, die die ganze Zeit GPS abruft, wird der Akku auf einer 18-Loch-Runde von rund vier Stunden extrem beansprucht. Beim Laufen ist das kein Thema, aber wer lange GPS-Einheiten plant, sollte den Akku im Blick behalten. – Melanie Bojko, Chefredakteurin
Einen ausführlichen Test der Series 10 findest du bei unseren Kollegen von TECHNIK MAG.
- Gut: kann alles, sehr gutes Display, riesige App-Auswahl, im Alltag unschlagbar
- Weniger gut: Akku bei langen GPS-Einheiten, nur Einband-GPS, nur mit iPhone
- Gut für: iPhone-Nutzer, die eine Uhr für alles wollen und bis Marathondistanz laufen
Nachfolger: Auf die Series 10 folgte 2025 die Series 11. Am 9. September 2026 hat Apple die Series 12 vorgestellt, die ab 18. September im Handel ist, mit überarbeiteter Gesundheitssensorik, häufigeren Pulsmessungen und einer neuen Readiness-Funktion, die aus Aktivität, Vitaldaten und Schlaf eine tägliche Empfehlung ableitet. Wie sich das beim Laufen schlägt, testen wir, sobald wir die Uhr haben.
Amazfit Bip 6: Die günstige Einstiegsuhr

Für rund 80 Euro bekommst du mit der Bip 6 ein großes 1,97-Zoll-AMOLED-Display, GPS, Offline-Karten und laut Amazfit bis zu 14 Tage Akku im Alltag und bis zu 32 Stunden mit GPS. Als Einstiegsmodell ist sie für den Preis wirklich gut. Für ambitioniertes Lauftraining mit genauer Tempo- und Belastungssteuerung sind die Garmin-Modelle aber die bessere Wahl.
- Gut: sehr günstig, großes AMOLED-Display, Offline-Karten, langer Akku
- Weniger gut: weniger ausgereifte Trainingsauswertung als bei den Laufuhr-Spezialisten
- Gut für: Einsteiger, die erst mal ausprobieren wollen, ob sie dranbleiben
Alle Details findest du in unserem ausführlichen Amazfit-Bip-6-Test.
Welche Laufuhr passt zu dir?
- Du fängst gerade an: Amazfit Bip 6, wenn du wenig ausgeben willst, oder Garmin Forerunner 165 bzw. 170, wenn du länger dabeibleiben willst. Mehr Tipps zum Start findest du in unserem Artikel Joggen für Anfänger.
- Du bereitest einen Halbmarathon oder Marathon vor: Coros Pace 3 bzw. Pace 4 wegen Akku und Mehrband-GPS, oder Polar Pacer Pro, wenn dir die Belastungssteuerung wichtig ist.
- Du läufst viel im Gelände: Suunto Race bzw. Race 2 wegen der kostenlosen Offline-Karten.
- Du willst eine Uhr für alles und hast ein iPhone: Apple Watch.
Worauf du beim Kauf einer Laufuhr achten solltest
GPS: Einband oder Mehrband
Alle Uhren im Test messen Tempo und Strecke per Satellit. Mehrband-GPS empfängt zusätzlich eine zweite Frequenz und ist in Städten mit hohen Häusern, unter Bäumen und in Tälern meist genauer. Coros Pace 3 und Suunto Race haben es, Garmin Forerunner 165 und Apple Watch Series 10 nicht.
Pulsmessung: Handgelenk oder Brustgurt
Alle Uhren messen den Puls optisch am Handgelenk. Für ruhige Dauerläufe reicht das. Bei Intervallen und schnellen Tempowechseln reagieren optische Sensoren aber verzögert. Wer nach Pulszonen trainiert, sollte einen Brustgurt koppeln. Wie du deine Zonen richtig festlegst, erklären wir im Artikel zur maximalen Herzfrequenz.
Display: AMOLED oder MIP
AMOLED-Displays wie bei Garmin, Suunto, Apple und Amazfit sind hell, farbstark und gut ablesbar, brauchen aber mehr Strom. MIP-Displays wie bei Coros Pace 3 und Polar Pacer Pro sind im Sonnenlicht gut lesbar und sparsam, wirken aber matter und dunkler.
Akku
Für die meisten Hobbyläufer reichen 15 bis 20 Stunden mit GPS völlig. Wichtiger ist, wie oft du im Alltag laden musst. Das reicht von täglich (Apple Watch) bis etwa alle drei Wochen (Coros, Suunto).
Trainingsfunktionen
Trainingspläne, Intervalle, Erholungsempfehlungen und Wettkampfprognosen unterscheiden sich stark. Wenn du nach Plan trainierst, achte darauf, dass die Uhr Einheiten aus einer App wie Garmin Connect, Polar Flow, Coros oder Runna übernehmen kann.
Häufige Fragen zum Laufuhr-Test
Welche Laufuhr ist die beste?
Die eine beste Laufuhr gibt es nicht. In unserem Test überzeugt die Coros Pace 3 beim Preis-Leistungs-Verhältnis, die Garmin Forerunner 165 als Einstieg, die Polar Pacer Pro bei der Trainingsanalyse, die Suunto Race mit Display und Karten und die Apple Watch als Allrounder.
Welche Garmin Forerunner eignet sich für Marathon-Training?
Die Forerunner 165 reicht für viele Hobby-Marathonläufer, ihr fehlen aber Trainingsbereitschaft und Trainingsstatus. Die bekommst du mit der Forerunner 170 oder den höheren Forerunner-Modellen, die zusätzlich Mehrband-GPS haben. Wenn dir vor allem Akkulaufzeit wichtig ist, lohnt der Blick auf Coros Pace 3 bzw. Pace 4.
Brauche ich als Anfänger eine Laufuhr?
Nein, zum Anfangen reicht eine App auf dem Handy. Eine Laufuhr macht das Training aber bequemer, du siehst Tempo und Puls ohne Handy und kannst Fortschritte besser verfolgen. Eine günstige Uhr wie die Amazfit Bip 6 ist ein guter Einstieg.
Ist die Apple Watch eine gute Laufuhr?
Für Läufe bis Marathondistanz ja, vor allem wenn du sie ohnehin im Alltag trägst. Für sehr lange Einheiten, Ultraläufe und detaillierte Belastungssteuerung sind spezialisierte Laufuhren wie Garmin oder Coros besser.
Gibt es Unterschiede zwischen Laufuhren für Damen und Herren?
Technisch nicht. Die Unterschiede liegen in Gehäusegröße und Armbandlänge. Viele Modelle gibt es in zwei Größen, die kleinere passt meist besser an schmale Handgelenke.
Wie genau ist die Pulsmessung am Handgelenk?
Bei gleichmäßigen Läufen meist ausreichend genau, bei Intervallen und im Winter mit kalter Haut oft ungenauer. Für präzise Werte ist ein Brustgurt die bessere Wahl.
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Fotos: Oleg Breslavtsev / stock.adobe.com; PR / Amazon; Amazfit
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